01 Katholikentag ist Glaubenszeichen und Ermutigung

101. Deutsches Katholikentreffen in Münster

In Münster findet derzeit der 101. Deutsche Katholikentag statt. Volker Kauder sieht den Katholikentag als „großes Glaubenszeichen“. Mit seinen religiösen und politischen Foren zeige er, „dass Christen Verantwortung im öffentlichen Leben übernehmen“, sagte der Unions-Fraktionschef. Der Katholikentag sei aber auch eine Ermutigung, „über unseren christlichen Glauben öffentlich zu reden“.

Dass dies nicht überall auf der Welt ohne weiteres möglich ist, auch das betont Kauder immer wieder. Und er übt heftige Kritik an einer mangelnden Religionsfreiheit in islamischen Staaten.

Religionsfreiheit gerade in islamischen Ländern massiv eingeschränkt

In Münster sagte er, die Unterdrückung religiöser Minderheiten in Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist, sei massiv und keinesfalls vergleichbar mit der geringfügigen Einschränkung religiöser Minderheitenrechte in Deutschland durch geltende Gesetze. 
Kauder bedauerte auch, dass in islamischen Staaten höchste religiöse Autoritäten aus Furcht vor Säkularisierung und Relativismus die Religion über den Staat stellten und damit den liberalen Weg des Westens verhindern wollten.

Massive Kritik an Pakistan

Außerdem griff der Unions-Fraktionsvorsitzende mit Nachdruck die Blasphemiegesetze in der Islamischen Republik Pakistan an. Kauder forderte den pakistanischen Gesetzgeber auf, diese Gesetze abzuschaffen, da sie immer wieder zur Verfolgung missliebiger Menschen und Minderheiten missbraucht werden könnten. 

Merkel für Stärkung des Multilateralismus

Internationale Konfliktherde waren auch das Thema, zu dem sich Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einer Podiumsdiskussion äußerte. Gemeinsam mit dem Friedensforscher Tilman Brück und dem Kurienkardinal Peter Turkson sprach sie über Deutschland in einer veränderten Weltlage. Dort kritisierte Merkel vor allem , dass die USA das Atomabkommen mit dem Iran einseitig verlassen wollen. Sie halte das für „nicht richtig“, sagte Merkel, denn das verletze das Vertrauen in die internationale Ordnung. Außerdem erteilte die Bundeskanzlerin einer einseitigen nationalen Politik eine Absage. „Wir entscheiden uns auch in schweren Zeiten für die Stärkung des Multilateralismus“, sagte sie in Münster. Denn der Multilateralismus stehe unter Druck, unter anderem durch die Aufkündigung des Iran-Abkommens durch Präsident Donald Trump und den Rückzug der USA aus dem Pariser Klimaabkommen.

Münster kann dennoch Signal für Frieden sein

Dass der diesjährige Katholikentag unter dem Motto „Suche Frieden!“ dennoch ein Signal für das friedliche Zusammenleben verschiedener Religionen und Konfessionen sein könne, davon geht der Kirchen-Beauftragte der Unionsfraktion, Hermann Gröhe, fest aus. Denn "in einem Jahr mit vielen internationalen Konflikten und Krisen ist es ein besonderes Erlebnis, sich in Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, zum 101. Deutschen Katholikentag zu treffen", sagte er. Man spüre, dass das Thema viele Menschen umtreibe. "Gerade der Westfälische Friede war ein Verständigungsfrieden und ein Schritt zu einem friedlichen Miteinander der christlichen Konfessionen", so Gröhe. Dies werde einem in Münster bewußt. "Wenn wir Frieden suchen, sollten wir mit Neugier und Respekt auf Menschen anderen Glaubens zugehen und zugleich einladend für die eigenen Überzeugungen werben. So können wir ein Klima des friedlichen Zusammenhalts schaffen“, sagte er. 

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