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Kein Baby nach Plan

 

Seit Wochen wird über die Präimplantationsdiagnostik, kurz PID diskutiert. Nun wurden drei Gesetzentwürfe zur PID im Bundestag vorgestellt. Ich stehe ganz klar hinter dem Gesetzentwurf zum Verbot der PID. Worum geht es mir dabei?

 

Die moderne Fortpflanzungsmedizin ermöglicht es Paaren, die auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können, sich ihren Kinderwunsch durch künstliche Befruchtung ausserhalb des Mutterleibes zu erfüllen. Diese Praxis möchte ich nicht kritisieren. Tausende von Kindern sind auf diese Weise glücklich zur Welt gekommen.


Durch die PID wäre es aber möglich, die befruchtete Eizelle, bevor sie wieder in den Mutterleib verpflanzt wird, zu untersuchen, etwa auf genetische Schäden.


Ich und mit mir eine große Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion lehnen das ab. Ich befürchte, dass es ansonsten nur noch ein kleiner Schritt zum sogenannten "Screening" ist. Das bedeutet, dass Kinder nach Geschlecht und anderen Merkmalen sortiert oder gar aussortiert werden könnten. Eine solche Selektion darf es nicht geben.

 

Gespräche mit unserem Koalitionspartner aber auch Diskussion innerhalb der CDU/CSU-Fraktion und der gesamten Partei haben gezeigt, dass die Meinungen in der Angelegenheit auseinander gehen.

 

Bei einer Abstimmung im Bundestag über eine Neuregelung gibt es keinen Fraktionszwang. Auch ein Parteitagsbeschluss ist für eine Gewissensentscheidung nicht bindend.

 

Ich kann nur hoffen, dass ich mit meinen Freunden eine Mehrheit für ein Verbot der PID erreichen kann. Dafür werbe ich im Interesse des Menschlichen.

 

  • Auf den Internet-Seiten der CDU/CSU-Fraktion finden Sie umfassende Informationen zum Thema, unter anderem die drei Gesetzentwürfe im Wortlaut sowie die Redebeiträge im Deutschen Budnestag. Klicken Sie hier wenn Sie dorthin weitergeleitet werden möchten.
  • In der Abschließenden zweiten und dritten Lesung am 7. Juli 2011 wurde erneut in einer mehrstündigen teils emotionalen Debatte im Deutschen Bundestag debattiert. Alle Informationen dazu, insbesondere auch meinen Redebeitrag im Wortlaut, finden Sie hier.

 

 

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